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Fotoausstellung „Herrenhäuser“ eröffnet

Fotoausstellung „Herrenhäuser“ eröffnet

Der Fotoclub 88 hat am 05. Februar 2026 in den Räumen der Stadtbibliothek die bereits angekündigte Fotoausstellung zum Thema „Herrenhäuser in Magdeburg zu Beginn der Industrialisierung“ eröffnet. Zur Vernissage konnten ca. 40 Gäste begrüßt werden.

Die Ausstellung zeigt aktuelle Innenaufnahmen der folgenden Herrenhäuser


Villa Böckelmann in Lüttgen Ottersleben

Um 1890 beauftragte der Amtsvorsteher, Rittergutsbesitzer sowie Eigentümer einer Zuckerfabrik ,Wilhelm August Böckelmann, den Architekten und Maurermeister Max Behrendt mit dem Bau einer herrschaftlichen Villa im Stil der Neorenaissance auf seinem Grundstück. Der Bau wurde 1892 vollendet.Die Nordfront ist neun- und elfachsig, die Südfront durchgehend elfachsig ausgeführt, das Obergeschoss wurde als Beletage gestaltet. Bis 1945 als private Villa wurde das Gebäude ab 1945 als Kinderheim, Parteischule und Jugendherberge genutzt. Nach Renovierung in den Jahren 1999 bis 2000 wurde die Villa zum Mehrgenerationenhaus sowie Bildungs- und Tagungshaus.Seit 2019 auch als Sitz der Europäischen Jugendbildungsstätte Magdeburg und einen Infopunkt des Deutsch-Französischen Jugendwerks.

Gesellschaftshaus in der Schönebecker Straße und

1824 kaufte die Stadt Magdeburg das Gelände des Klosters Berge. Karl Friedrich Schinkel erstellte den Entwurf eines Gesellschaftshauses, das vier Jahre später nach Plänen des Magdeburger Stadtbaumeisters Friedrich Wilhelm Wolff fertiggestellt wurde. 1896 wurde ein Anbau realisiert. Bis zum Zweiten Weltkrieg war das Gesellschaftshaus einer der geselligsten Orte der Stadt. Von 1950 bis 1990 diente es als Haus der Pioniere. Der auf Schinkel zurückgehende Teil ist klassizistisch gehalten. Das Gebäude verfügt über zwei Stockwerke. Im oberen befinden sich zwei große Säle, der Schinkelsaal und der Gartensaal. Beiden Sälen sind Terrassen mit Treppen zum Klosterbergegarten vorgelagert.

Haus des Handwerks in der Gareisstraße

Das Haus gilt als eines der aufwändigsten Gebäude des Historismus in Magdeburg und wichtiges architektonisches Dokument großbürgerlicher Selbstdarstellung in Magdeburg. Die dreigeschossige Villa wurde im Jahr 1901 für Mathilde Selma Rudolph geb. Budenberg, die damals reichste Frau Magdeburgs errichtet. Gebaut wurde von 1899 bis 1901. im Gebäude waren zwei Wohnungen und Räume für gesellschaftliche Veranstaltungen eingerichtet. Das Haus erlitt 1945 starke Schäden, brannte aus, stand jedoch noch. 1954 kaufte die Handwerkskammer Magdeburg das Haus. 1957 wurde die Villa als Kulturhaus des Handwerks eröffnet. 1991 gründete sich in diesem Haus der sachsen-anhaltische Landesverband des Bündnis 90. Ab 1992 stand die Villa leer und verfiel zusehends. 2009- 2012 erfolgte die Sanierung als Haus des Handwerks

Freimaurerloge „Ferdinant zur Glückseeligkeit“ in der Weitlingstraße

•1791 Kauf des Hauses am Neuen Weg 6-7 von der Familie von Alvensleben.

•1894 Anbau eines Meistergebäudes.

•1901 Zerstörung durch Brand .

•1903 Wiederaufbau im Jugendstil. Größte Freimaurerloge Deutschlands.

•1911 Einbau einer Konzertorgel.

•1933 Zwangsverkauf an die Stadt Magdeburg. Nutzung als Stadtbibliothek bis 1998.

•1945 Januar weitgehend zerstört.

•1951 teilweiser Wiederaufbau von ca. 40% des alten Bestandes.

•1989 Einweihung des Jugendstilsaales nach jahrelanger detailgetreuer Rekonstruktion.

•1991 Wiederaufnahme der Logenarbeit.

•1998 Auszug der Stadtbibliothek .

•1999 Auszug der Loge.

•2017 Verkauf des Gebäudes an die WOBAU Magdeburg.

•seit 2017 Sanierungsarbeiten und Konzeptsuche nach neuer Nutzung.

Die Ausstellung ist bis Ende März dieses Jahres (2026) zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 109 zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.