
Tag 2. 8 Stunden, 130 km 6 geologische Stopps. Eine aufschlussreiche Tour.
24.04.2026 Abendbrot, Übernachtung und Frühstück im Gasthaus Denedde ließen die Kräfte für die zweite Etappe unseres Ausflugs zurückkehren.

Ein Reisebus und unser Exkursionsführer Dr. Henning Zellmer erwarteten uns um 9:30 Uhr vor dem Gasthaus.

Unsere Tour, Quer durch den Westharz. Die roten Ziffern bezeichnen unsere geologischen Stopps. Die blauen Nummern bezeichnen Anfang, Ende und (die 5) die Mittagspause. Blaue Etappen zeugen von langsamer Geschwindigkeit, rote Abschnitte legten wir schnell (mit dem Bus) zurück. Leider wirken sich unsere langen Bildungsstopps an den Aufschlüssen auch auf die Durchschnittsgeschwindigkeit vor und nach dem Stopp aus. Es folgen ein paar aufschlussreiche Eindrücke.
1. Stopp Fuchshalle in Osterode

An unserem ersten Aufschluss, der Fuchshalle in Osterode ist, wie man oben sieht, im laufe der Zeit einiges durcheinander gekommen.

Dr. Zellmer aus Königslutter verwendete, wie bei Geologen üblich, bunte Grafiken um zu erklären, welche Gesteinsschichten derzeit an der Oberfläche liegen, aus welcher Zeit sie stammen und warum sie nicht nur übereinander sondern auch nebeneinander zu finden sind.

2. Stopp an einer Straße bei Lerbach

Dieser Aufschluss liegt nordwestlich der Ortschaft Lerbach an einer Straße. Grauwacke, Pillow-Laven, Kieselschiefer und Metabasalte standen für diesen Stop auf der Liste.
3. Stopp die Ruhmequelle

Die Ruhmequelle schafften wir noch vor der Mittagspause. Im Durchschnitt 2,5 m3 konstant 8 °C warmes Wasser pro Sekunde schafft diese Quelle auf natürliche Weise an die Oberfläche. Die im Wasser schwebenden kleinsten Kalkpartikel brechen das Licht und führen so zum heute grünlichen aber manchmal auch bläulichen Farbeindruck. So wird es auf der Begleittafel an der Quelle erklärt.
Mittagspause

Das Restaurant „Zur Quelle“ befindet sich im Ort Lonau, ettliche Kilometer von der Ruhmequelle entfernt. Das vorbestellte Essen war gut und hat uns für den zweiten Teil unserer Exkursion gestärkt.
4. Stopp Die Einhornhöhle
Nach der Mittagspause stand eine Höhle auf unserer Liste. Die Höhle ist nur im Rahmen einer Führung zu betreten und unser Höhlenführer gab sich redlich Mühe, uns mit seiner bis ins Detail ausgearbeiteten, präzise formulierten und mit schauspielerischem Talent vorgetragenen Führung zu beeindrucken. Dr. Zellmer erklärte uns anschließend im Bus warum er auf die Teilnahme an der Führung verzichtet hat.

Am Ende der Führung gelangten wir zu einer Kammer, deren Höhlendecke eingestürzt war. Hier dringt Licht in die Höhle und wir wurden zum Fotografieren eingeladen. Im restlichen Teil der Höhle ist das Fotografieren verboten.

Namensgeber der Höhle ist ein Fabelwesen (siehe oben). Es handelt sich um die Einhornhöhle in der Nähe von Schartfels, einem Ortsteil der Gemeinde Herzberg am Harz. Ich fand dieses Höhlenerlebnis beeindruckend.
5. Stopp Zahnradbahn-Strecke St. Andreasberg
Nun geht es doch noch ein paar Meter zu Fuß in einen Aufschluss.

Mit einem Blick über St. Andreasberg begann unser Abstieg entlang der Strecke einer 1959 stillgelegten Zahnradbahn.



An einigen Stellen dieser Strecke erlangt man heute noch einen Blick auf Flinzkalk und Diabas, dem Material, welches an diesen Stellen bis an die Oberfläche reicht.
6. Stopp
Ein letzter kurzer Stopp an einem alten Bergbau Mundloch.



