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MG26-B11

MG26-B11

Quarz

Sammlung: Balzer / Foto: Möller / Fundort: Steinbruch Dörtendorf, Thüringen, Deutschland / Bildbreite 24 mm

Quarz ist ein häufig auftretendes Mineral. Nicht so häufig sind die ideal ausgeprägten Kristalle. Wenn es die physikalischen und chemischen Umstände zulassen bilden sich aus SiO2, so lautet die chemische Formel, Kristalle mit einer sechseckigen Grundfläche, die in Spitzen mit unregelmäßigen Fünfecken und Dreiecken ausläuft. Klarer farbloser durchsichtiger Quarz wird oft auch Bergkristall genannt. Wenn er dunkel (bräunlich bis schwarz) eingefärbt ist, spricht man von Rauchquarz und auch die beiden Bilder rechts von diesem sind Quarze.

Rot ist eine ungewöhnliche Farbe für Quarz, aber die Kristallgeometrie bestätigt, dass es sich um Quarz handelt . Diese Stufe wurde nicht künstlich eingefärbt, sondern von der Natur so gestaltet. Wahrscheinlich lagerte sich im Verlauf der Bildung des Quarzes eine Schicht Hämatit auf der Oberfläche ab, bevor sich die letzte Schicht Quarz darüber setzte.

Dieser Fund stammt aus dem Steinbruch Dörtendorf in Thüringen, dem unsere Fachgruppe 2002 im Rahmen einer mehrtägigen Exkursion einen Besuch abstattete. Dort wurde er von unserem Sammelfreund Bernhard aus einem ca. 0,5m3 großen Quarzblock herausgelöst. Der Block zeigte eine Kluft (Spalte) mit Quarzkristallen. Nach intensiver Bearbeitung des Blocks mit Hammer und Meißel öffnete sich der Block und gab die Quarzkristalle frei.

Bei den bräunlichen Verfärbungen am längsten „Zahn“ des Kristalls handelt es sich nicht um Karies sondern wahrscheinlich um Limonit.